EHC Straubing richtet 1. Mannschaft neu aus

Trainergespann Georg Franz und Otto Keresztes / Richard Hof wird Sportlicher Leiter

Beim EHC Straubing e. V. geht es voran – nachdem im Frühjahr mit dem Aufstieg in die Schülerbundesliga einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte realisiert werden konnte, bastelt man parallel dazu an der Neuausrichtung der 1. Mannschaft.

Beschriftung von links: Richard Hof (Sportlicher Leiter), Georg Franz (Trainer), Otto Keresztes (Trainer) und Hannes Süß (1. Vorsitzender). Foto: Jürgen Eichbauer.

Für Georg Franz schließt sich der Kreis
Für das Trainerteam konnte kein geringerer als der ehemalige Eishockeyprofi Georg Franz gewonnen werden. Der mehrfache deutsche Meister ist ein waschechtes Straubinger „Eishockey-Kindl“, da er seinerzeit alle Nachwuchsmannschaften des TSV Straubing durchlaufen hat.

Später wechselte er im Herrenbereich zum Sportbund Rosenheim und kam dort an der Seite von Alpenvulkan Hans Zach zu Meisterehren. Mit 220 Erstligatreffern ist der „Schorsch“ bis zum heutigen Tage einer der torhungrigsten Akteure, die jemals das Grün-Weiße-Trikot in einer der höchsten deutschen Eishockeyligen getragen haben.

Parallel dazu avancierte der Rechtsschütze zum Nationalspieler und mauserte sich auch in den jeweiligen Auswahlmannschaften schnell zum Leistungsträger.  Auf Vereinsebene folgte 1992 ein Wechsel zu Hedos München. In der Landeshauptstadt trug Georg Franz seinen Teil zum Titelgewinn 1993/94 bei, ehe es ihn ein Stückchen Isarabwärts zum EV Landshut verschlug. Dort sollte es leider zu keiner weiteren Meisterschaft reichen, auch wenn man im Playoff-Finale 1995 gegen die Kölner Haie bereits mit 2:0 nach Siegen führte (Modus Best of Five) – Endstand 2:3 aus Sicht der damaligen Kannibalen. An Georg Franz lag es mit Sicherheit nicht, denn 36 Scorerpunkte (21 Tore und 15 Vorlagen) aus 40 Vorrundenspielen zzgl. 9 Tore und 7 Vorlagen (18 Playoff-Spiele) bescheinigtem dem Familienvater eine grandiose Saisonleistung.

Den Abspann seiner Karriere verbrachte der „Schorsch“ im Allgäu (Sonthofen) und im Gäuboden. Trotz immer wieder aufkeimender Verletzungen war Georg Franz stets ein Vorbild für Jung und Alt.

Diese Vorbildfunktion lebte er auch bei sämtlichen Trainerstationen (EHC Straubing, Deutscher Eishockeybund und als Co-Trainer der Straubing Tigers), ehe ihm das Schicksal im Februar 2008 ein gewaltiges Schnippchen schlug, denn am Rande eines Nachwuchsturniers in Ingolstadt erlitt Georg Franz einen Schlaganfall.

In eindrucksvoller Manier kämpfte sich Georg Franz zurück in den Alltag und fand nach und nach wieder den Zugang zum Eishockeysport. Mit seinem neuerlichen Engagement beim EHC Straubing schließt sich für Franz nun der Kreis und die Basis des DEL-Standortes Straubing ist um ein weiteres Zugpferd reicher.

So sieht die personelle Neuausrichtung aus
Zusammen mit Otto Keresztes (Headcoach U20-Mannschaft) wird Georg Franz das Trainergespann bilden – Unterstützung erhält das Duo vom neuen Sportlichen Leiter Richard Hof. Dieser tritt gewissermaßen, wenn auch an anderer Stelle, in die Fußstapfen seiner Mutter, die sich im Laufe der letzten Jahre große Verdienste als Betreuerin der ersten Mannschaft erworben hatte und nun eine Pause einlegen wird.

„Ich kenne viele Spieler des Teams, da ich schon mit ihnen auf dem Eis gestanden bin. Als mich Thomas Groß vom EHC-Sportausschuss gefragt hat, ob ich mich bei der ersten Mannschaft miteinbringen möchte, habe ich zugesagt“, informiert Richard Hof.

„Als die Anfrage von Richard Hof kam, habe ich nicht lange überlegt, da ich mich die Aufgabe reizt und ich zusammen mit Otto Keresztes den Jungs etwas beibringen will. Richard Hof wird uns dabei im Background eine große Hilfe sein“, erklärt Georg Franz.

Welche Idee steckt dahinter?
„Nach dem Abstieg aus der Landesliga in die Bezirksliga wollten wir uns neu ordnen. An erster Stelle gilt mein Dank den scheidenden Personen um Trainer Christian Penzkofer. Sie haben gute Arbeit geleistet und immer alles gegeben“, sagt Hannes Süß, 1. Vorsitzender des EHC Straubing.

„Die erste Mannschaft ist eine wichtige Schnittstelle mit der U19. Deshalb ist es von Bedeutung, ein kompetentes Drumherum aufzubauen. Dies ist uns mit Georg, Otto und Richard gelungen. Mittelfristig wollen wir zurück in die Landesliga und langfristig liebäugeln wir mit einer Teilnahme an der Bayernliga. Aber diese Schritte gilt es nacheinander und vor allem  mit Bedacht zu gehen“, so Süß abschließend.