U17 nimmt Aufstieg ins Visier!

Hinter der U17-Mannschaft des EHC Straubing liegt eine phantastische Saison: als Aufsteiger konnte man sich in der U17 Division 2 Süd nicht nur durchweg behaupten, sondern in der Endabrechnung der 8er-Staffel mit deutlichem Abstand auf Verfolger EHC 80 Nürnberg (13 Punkte) verdientermaßen den ersten Tabellenrang belegen!

Hinten von links: Trainer Michal Hlozek, Betreuer Willi Schwarz, Felix Stadler, Timo Stadler, Peter Kovacs, Toni Früchtl, Vincenz Kammerl, Lukas Usselmann, Markus Duchenko, Christian Schwarz, Davin Maus, Betreuer Edin Ramic und Teamerin Nadine Kelnhofer.
Vorne von links: Stefan Landstorfer, Justin Spiewok, Lilly Uhrmann, Lukas Krodinger, Simon Sippl, Thomas Neufeld, Emil Bogdancev, David Altach, David Jakovlev und Michael Brunner. Foto: Jürgen Eichbauer.

„Wir wussten vor der Saison, was auf uns zukommt. Dass die Mannschaft mit etwas Anlaufzeit das Niveau der anderen Teams erreichen würde, war absehbar, aber dass wir das komplette Feld hinter uns lassen, war nicht zwingend zu erwarten. Die Gründe für den Erfolg sind zum einen unsere sportlichen Qualitäten, aber vor allem auch der sagenhafte Teamgeist“, sagt Trainer Michal Hložek.

Das Team um Kapitän Toni Früchtl kann auf die Saisonleistung sehr stolz sein, denn am Ende stehen 93 Punkte aus 35 Partien. „Im November, als wir in der Liga endgültig angekommen waren, konnten wir eine unglaubliche Serie von 22 Siegen am Stück  starten, die erst vor kurzem gerissen ist, als wir gegen Nürnberg verloren haben“, informiert Michal Hložek.

Neuland war für die U17-Cracks vom Pulverturm übrigens auch, dass viele Wochenenden auswärts verbracht wurden, d. h. zwei Spiele am Wochenende mit Übernachtung absolviert wurden.

Kader-Kontinuität
Im Vorfeld der Spielzeit mussten mit Lilly Uhrmann (DEB-Nationaltorhüterin vom Eislaufverein Landshut e. V.), Stürmer Marek Vagner (Nationalität Tschechien, vom HC Plzeň gekommen) und Angreifer Péter Kovács (Rumänien/Ungarn, von Oberthurgau in den Gäuboden gewechselt) nur drei Neuzugänge integriert werden, dies zeigt, dass Coach Michal Hložek ein solides „Spieler-Fundament“ zur Verfügung hatte.

Péter Kovács ist  im Übrigen seit kurzem Nationalspieler, da er eine Einladung des rumänischen Eishockeyverbandes erhalten hat.

Beeindruckende Werte
Obwohl das Erreichen der Aufstiegsspiele gegen den SC Bietigheim-Bissingen – dem Tabellenletzten der U17 Division 1 Süd – auf einer soliden Mannschaftsleistung basiert, ragten einige Akteure der „Young Tigers“ aus dem starken Kollektiv heraus.

Mit Marek Vagner und Davin Maus stellt der EHC das Topscorer-Duo der Liga! Vagner sammelte insgesamt 101 Zähler, die sich aus 68 (!!!) Toren und 33 Vorlagen zusammensetzen – Davin Maus war mit 37 Volltreffern sowie 52 Beihilfen nicht minder erfolgreich. Michael Brunner ist nach Punkten der „gefährlichste“ Verteidiger der U17 Division 2 Süd (19/33) und das Torhüter-Tandem Justin Spiewok/Lukas Usselmann zählt zum Besten, was die U17 Division 2 Süd auf dieser Position zu bieten hat.

Kampfgeist
Wenngleich man in der Breite von Verletzungen weitestgehend verschont geblieben ist, erwischte es mit Lilly Uhrmann und Timo Stadler zwei Akteure schwerer, „aber beide haben sich mit viel Fleiß wieder zurückgekämpft“, so Michal Hložek.

Aufstiegsspiele
Am Freitag, 22. März, geht im Eisstadion am Pulverturm der erste Vergleich EHC Straubing vs. SC Bietigheim-Bissingen über die Bühne (20.00 Uhr). Das Rückspiel findet am Sonntag, 24, März, im Ellental statt (13.00 Uhr).

Modus / Auswärtstorregel
Steht es nach zwei Spielen unentschieden (nach Toren), greift die „Auswärtstorregel“ (Bsp. Fußball UEFA Champions League). Herrscht hier ebenfalls Gleichstand, muss ein Penaltyschießen die Entscheidung herbeiführen.

Geht Bietigheim aus dem Duell als Sieger hervor, ist der Klassenerhalt gesichert – setzt sich Straubing durch, darf der Aufstieg in die U17 Division 1 Süd gefeiert werden!

Der Gegner
Die U17 des SC Bietigheim-Bissingen gilt als kampfstarke Mannschaft, die ab und zu auch über die Stränge schlägt. „Wir müssen auf der Hut sein, denn Bietigheim ist physisch sehr robust und legt dadurch eine gewisse Härte an den Tag. Umso mehr müssen wir die Scheibe laufen lassen und dürfen uns nicht in Zweikämpfen verzetteln“, erörtert Michal Hložek die taktische Marschroute.

Nicht verkrampfen, sondern genießen
„Es geht zwar um viel, aber trotzdem dürfen wir nicht die Lockerheit verlieren. Wir sollten vielmehr genießen, dass es so weit gekommen ist und uns nun endgültig belohnen. Bedanken möchte ich mich bei allen, die uns unterstützt haben und weiterhin helfen. Vordergründig sind hier die Betreuer Edin Ramić und Willi Schwarz, unsere „Teamerin“ Nadine Kelnhofer, sowie natürlich auch die Eltern der Spielerinnen und Spieler zu nennen“, sagt Michal Hložek abschließend.

Jürgen Eichbauer.